Thailand — bis 1939 als Siam bekannt — ist das einzige südostasiatische Land, das nie von einer europäischen Macht kolonialisiert wurde. Seine Geschichte umfasst über 800 Jahre ununterbrochener Souveränität.
Das Königreich Sukhothai (1238-1438) gilt als Wiege der thailändischen Zivilisation. König Ramkhamhaeng schuf 1283 das thailändische Alphabet. Es folgte das Königreich Ayutthaya (1351-1767), das mit einer Bevölkerung von 1 Million zu seinem Höhepunkt eine der reichsten Städte Asiens war — bis birmanische Armeen es 1767 zerstörten.
Die Chakri-Dynastie, 1782 von König Rama I gegründet, verlegte die Hauptstadt nach Bangkok und regiert bis heute. König Mongkut (Rama IV) und Chulalongkorn (Rama V) modernisierten Siam und balancierten geschickt zwischen französischen und britischen kolonialen Drücken. 1932 etablierte eine unblutige Revolution die konstitutionelle Monarchie.
Thailand heute: konstitutionelle Monarchie, 70 Millionen Einwohner, König Rama X. Eine der größten Volkswirtschaften Südostasiens und weltweiter Tourismusführer.